Überlegen Sie einmal. Sie zahlen 20, 30 oder gar 40 Jahre lang monatlich Miete. Hochgerechnet kommt da ein ganz schönes Sümmchen zusammen. Mit dieser Summe können Sie sich
durchaus ein eigenes Heim leisten. Denn: wer keine Miete zahlen muss, ist fein raus. Und noch ein Vorteil hat das Eigenheim für Sie: es ist eine gute Absicherung für Ihre
Altersvorsorge. Denn trotz Darlehenstilgungen und Erwerbskosten haben Hauseigentümer im Alter mehr Geld zur Verfügung als Mieter. Die eingesparte Miete können Sie
anderweitig nutzen.
Hier finden Sie eine Übersicht, wie viel Mieter im Vergleich zu Eigentümern im Alter finanziell aufbringen müssen:
Anteil der Wohnkosten ohne Heizung und Warmwasser am Nettoeinkommen
(in Prozent)
| Alter |
Mieter |
Eigentümer |
| 35 - 39 Jahre |
17 % |
34 % |
| 40 - 44 Jahre |
17 % |
29 % |
| 45 – 49 Jahre |
17 % |
22 % |
| 50 – 54 Jahre |
18 % |
18 % |
| 55 – 59 Jahre |
18 % |
12 % |
| 60 – 65 Jahre |
28 % |
12 % |
| 66 – 69 Jahre |
29 % |
11 % |
| 70 – 74 Jahre |
30 % |
8 % |
Quelle: Empirica
Eine Studie des Forschungsinstituts Empirica hat die Entwicklung der Wohnkostenbelastung von Mietern und Eigentümern im Zeitablauf untersucht. Viele junge Haushalte
entscheiden sich eher für das vermeintlich günstige Mietwohnen. Doch der Kostenvorteil verringert sich laut Studie jedes Jahr und letztendlich wird das Wohnen zur Miete
im Alter teurer gegenüber dem Wohnen im Eigenheim.
Nutzen Sie also noch heute die Chance und bauen Sie mit niedrigen Preisen, traumhaft guten Zinsen und flexiblen Krediten Ihr eigenes Heim. Auch nach dem Wegfall der
Eigenheimzulage erhalten Sie als Bauwilliger staatliche Unterstützung in Form von günstigen Baudarlehen der staatlichen KfW-Förderbank. Ebenfalls sind die Kreditangebote
der Banken günstiger und flexibler geworden. Ein weiterer Vorteil für Sie: in vielen Bundesländern sind Häuser und Wohnungen wesentlich billiger als noch vor 5 Jahren.
Ein richtiger Finanzierungsweg sollte kein Kunststück sein.
Hier finden Sie wichtige Grundregeln, die Ihnen teure Fehler ersparen sollen.
Eigenkapital: In der Regel sollten 20% der Baukosten durch Eigenkapital gedeckt werden. Setzen Sie bis auf eine Sicherheitsreserve von drei bis sechs Monatsgehältern soviel Eigenkapital
wie möglich ein, um Darlehenszinsen einzusparen.
Kreditbedarf: Kalkulieren Sie sorgfältig Ihren Kreditbedarf. Setzen Sie Ihren Kredit zu niedrig an, müssen Sie eventuell mit teurer Nachfinanzierung rechnen. Bei zu hoher
Kalkulation müssen Sie mit einer happigen Nichtabnahmeentschädigung auf die nicht ausgezahlte Kreditsumme rechnen.
Alte Bausparverträge: Ein Bauspardarlehen ist derzeit viel teurer als ein Kredit von der Bank. Sie sollten also nur das Guthaben abrufen, auf das Darlehen verzichten und
dafür einen höheren Kredit bei der Bank aufnehmen.
Neue Bausparverträge: Ein neuer Bausparvertrag lohnt sich nicht, wenn Sie sofort oder kurzfristig finanzieren wollen. Dies gilt ebenso für einige Kombiangebote von Banken
und Bausparkassen.
Zinsbindung: Mit einer langfristigen Zinsbindung sichern Sie sich die derzeitigen niedrigen Zinsen. Eine hohe Sicherheit bieten Zinsbindungen von 15 – 20 Jahren. Vorteil
bei solchen Krediten mit langen Zinsbindungen: 10 Jahre nach Auszahlung können Sie jederzeit mit einer Frist von 6 Monaten ohne Vorfälligkeitsschädigung kündigen.
TIPP: Eine gute Mischung wäre die Kombination aus Bankdarlehen mit 15 – 20 Jahren Zinsbindung und einem Kredit über zehn Jahre von der KfW Förderbank.
Tilgung: Ziehen Sie aus dem niedrigen Zinsniveau Ihre Vorteile und nutzen dies für eine höhere Tilgung Ihres Darlehens. Spätestens bis zur Rente sollten Sie schuldenfrei
sein. Wenn Sie nach 20 Jahren Ihren Schuldenberg losgeworden sein wollen, müssen Sie mit einer Tilgung von 3% rechnen.
Sondertilgung: Erwägen Sie auch die Möglichkeiten für Sondertilgungen. Bedenken Sie aber, dass die Banken bei höheren Sondertilgungsrechten dafür Zinsaufschläge verlangen.
Vereinbaren Sie also nur Sondertilgungen, die Sie auch wirklich benötigen. 5% der Kreditsumme pro Jahr sind bei den meisten Banken kostenlos. In der Regel völlig ausreichend.
Finanzierungsplan: Für jedes Angebot, dass Sie sich einholen, sollten Sie sich einen genauen Finanzierungsplan bis zur endgültigen Entschuldung erstellen lassen. Erwägen
Sie, ob Sie für die monatliche Kreditbelastung und die laufenden Nebenkosten für das Eigenheim dauerhaft aufkommen können.
Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Hausbank. Oft bieten andere Kreditinstitute ebenfalls gute Konditionen an. Vergleichen lohnt sich bei der Eigenheimfinanzierung in jedem Falle.
Nehmen Sie sich die Zeit und sprechen Sie mit unseren Finanzexperten über verschiedene
Finanzierungswege!